LKW-Lkr Lastkraftwagen mit Ladekran

Im Rahmen des EU-Projekts „rescEU CBRN-Dekontaminationskapazität“ wies der THW-Landesverband NRW im Oktober 2024 dem Ortsverband einen von der EU finanzierten neuen LKW mit Ladekran zu.

Das Fahrzeug basiert auf dem LKW der Fachgruppe Wassergefahren und dient als Trägerfahrzeug für neue Dekontaminationscontainer. Das Technische Hilfswerk (THW) soll in Zukunft Infrastruktur wie Straßen, Gebäude und Fahrzeuge dekontaminieren. Der vielseitig einsetzbare LKW ist zudem für die Arbeit im schwierigen Gelände dank Seilwinde, Korb und Allradantrieb ausgelegt. Der Heckkran hat ein Lastmoment von 24,7 tm. Bei voll ausgefahrenem Arm (12,4 m) können so noch 1,8 t angehoben werden. Er kann vom Führerstand aus gesteuert werden, bietet aber auch die Möglichkeit, ihn mithilfe einer Funkfernbedienung außerhalb des Gefahrenbereiches zu bedienen. Der LKW steht dem THW Hamm auch für sämtliche Einsätze und Ausbildungsveranstaltungen vollumfänglich zur Verfügung. 

Das Großfahrzeug und weitere im Bundesgebiet seit 2024 ausgelieferte Fahrzeuge gehören zur künftigen auf CBRN-Einsätze spezialisierten EU-Einheit. Die neue Einheit „rescEU CBRN Decon“ wird sich aus Einsatzkräften des THW, der Bundespolizei und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zusammensetzen. Sie soll ab Ende 2026 europaweit im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens bei großflächigen CBRN-Schadenslagen eingesetzt werden und europaweit in Aktion treten, wenn nationale und internationale Kapazitäten nicht ausreichen. Sie wird auf Einsätze bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Schadenslagen (CBRN) spezialisiert sein.